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Sauerkraut-Okonomiyaki – japanischer Kohlpfannkuchen trifft deutsches Sauerkraut

Sauerkraut-Okonomiyaki – japanischer Kohlpfannkuchen trifft deutsches Sauerkraut

Auf einen Blick: Herzhafte japanische Kohlpfannkuchen mit Sauerkraut, Spitzkohl und Räuchertofu, getoppt mit Okonomi-Sauce, veganer Mayo und Aonori – für 2 Personen in ca. 40 Minuten. Eine Mischung aus Weizen- und Kichererbsenmehl ersetzt das Ei, die Sauce ist hausgemacht und ohne Fisch.

Okonomiyaki sind für mich eines der besten Beispiele dafür, wie man aus Kohl etwas richtig Aufregendes machen kann. Heute gibt es meine deutsch-japanische Version: Sauerkraut-Okonomiyaki.

Okonomiyaki kommen aus Japan, vor allem aus Osaka und Hiroshima, und sind herzhafte Pfannkuchen mit sehr viel Weißkohl. “Okonomi” bedeutet so viel wie “was man mag” – man kann also reinpacken, worauf man Lust hat. Das habe ich wörtlich genommen: Ein Teil des Kohls ist bei mir Sauerkraut. Fermentiertes ist gerade überall im Trend, und die milde Säure passt erstaunlich gut zur süß-würzigen Okonomi-Sauce.

So wird’s vegan

Im Original halten Ei und oft Yamswurzel den Teig zusammen. Bei mir übernimmt das eine Mischung aus Weizenmehl, etwas Kichererbsenmehl und Stärke. Statt Schweinebauch gibt es Räuchertofu, und die Sauce rühre ich selbst an – die gekaufte enthält teilweise Fisch, genau wie klassische Worcestersauce (da sind Sardellen drin!). Achte also auf eine vegane Worcestersauce oder nimm einfach Sojasauce.

Aonori (Algenflocken), eingelegten Ingwer und Furikake bekommst Du im Asia-Laden. Bei Furikake unbedingt die Zutatenliste checken, viele Sorten enthalten Bonito-Flocken.

Sauerkraut-Okonomiyaki

  • Portionen: 2
  • Schwierigkeit: easy
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Herzhafte japanische Kohlpfannkuchen mit Sauerkraut und Räuchertofu, Okonomi-Sauce und veganer Mayo.


Der Teig

  • 100g Weizenmehl
  • 20g Kichererbsenmehl
  • 1EL Speisestärke
  • 1/2TL Backpulver
  • 160ml Gemüsebrühe (oder vegane Dashi aus Kombu und Shiitake)
  • 1EL Sojasauce

Die Füllung

  • 200g Sauerkraut
  • 150g Spitzkohl oder Weißkohl
  • 3 Frühlingszwiebeln
  • 100g Räuchertofu
  • 2EL neutrales Öl

Die Okonomi-Sauce

  • 3EL Ketchup
  • 1EL vegane Worcestersauce (alternativ Sojasauce)
  • 1EL Ahornsirup
  • 1TL mittelscharfer Senf

Die Kewpie-Style-Mayo

  • 4EL vegane Mayonnaise
  • 1TL Reisessig
  • 1 Prise Zucker

Toppings

  • 1-2TL Aonori (alternativ 1/2 Noriblatt, fein zerbröselt)
  • 2EL eingelegter Ingwer (Gari)
  • optional: vegane Furikake

Saucen

  1. Für die Okonomi-Sauce Ketchup, Worcestersauce, Ahornsirup und Senf glatt verrühren.
  2. Für die Mayo vegane Mayonnaise mit Reisessig und Zucker verrühren und in einen kleinen Gefrierbeutel füllen. Eine winzige Ecke abschneiden – fertig ist der Spritzbeutel.


Okonomiyaki

  1. Das Sauerkraut in einem Sieb abtropfen lassen und dann mit den Händen kräftig ausdrücken. Je trockener, desto besser hält der Pfannkuchen. Grob durchhacken.
  2. Den Kohl in sehr feine Streifen schneiden oder hobeln. Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden, etwas Grün zum Garnieren beiseitelegen. Räuchertofu in kleine Würfel (ca. 5mm) schneiden.
  3. Mehl, Kichererbsenmehl, Stärke und Backpulver in einer großen Schüssel mischen. Gemüsebrühe und Sojasauce dazugeben und zu einem glatten, dickflüssigen Teig verrühren.
  4. Sauerkraut, Kohl, Frühlingszwiebeln und Tofu unter den Teig heben. Es sieht nach sehr viel Kohl und wenig Teig aus – genau so soll es sein.
  5. 1EL Öl in einer beschichteten Pfanne (ca. 22cm) bei mittlerer Hitze erhitzen. Die Hälfte der Masse hineingeben und mit einem Pfannenwender zu einem ca. 2cm dicken Fladen formen und leicht andrücken.
  6. Mit Deckel ca. 5Min. braten, bis die Unterseite goldbraun ist. Dann den Pfannkuchen auf einen Teller gleiten lassen, die Pfanne umgedreht darauflegen, alles wenden und die zweite Seite ebenfalls mit Deckel ca. 5Min. braten.
  7. Den Pfannkuchen im Ofen bei 80°C warm halten und mit dem restlichen Öl und der restlichen Masse den zweiten Okonomiyaki braten.


Anrichten

  1. Die Okonomiyaki großzügig mit Okonomi-Sauce bestreichen und die Mayo in dünnen Linien darüber spritzen. Wer mag, zieht mit einem Holzstäbchen quer durch die Linien, dann entsteht das typische Muster.
  2. Mit Aonori, dem restlichen Frühlingszwiebelgrün, eingelegtem Ingwer und nach Belieben Furikake bestreuen und sofort servieren.


Statt zwei großer Pfannkuchen kannst Du auch vier kleine braten – die lassen sich leichter wenden. Und wer keinen eingelegten Ingwer mag, lässt ihn weg: Das Sauerkraut bringt ja schon ordentlich Säure mit.

Häufige Fragen

Was ersetzt das Ei im veganen Okonomiyaki?

Eine Mischung aus Weizenmehl, Kichererbsenmehl und Speisestärke, angerührt mit Gemüsebrühe und Sojasauce, hält den Pfannkuchen zusammen.

Warum muss das Sauerkraut ausgedrückt werden?

Zu viel Flüssigkeit macht den Pfannkuchen weich. Je trockener das Sauerkraut ist, desto besser hält der Okonomiyaki beim Wenden.

Ist Worcestersauce vegan?

Klassische Worcestersauce enthält Sardellen. Im Rezept wird deshalb eine vegane Worcestersauce verwendet, alternativ einfach Sojasauce.

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