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Die perfekte vegane Pizza al filetto e funghi

Vegane Pizze

Irgendwann im Leben stehen wir alle vor dieser Frage: Wieso schmeckt die Pizza in Italien eigentlich so viel besser als hierzulande? Es ist eine besondere Kombination der richtigen Zutaten, die der Pizza den typisch italienischen Stil verpasst. Und wie bekommt man das Ganze dann noch vegan hin?

Es ist wirklich nicht einfach eine zufriedenstellende Pizza in der heimischen Küche zu zaubern. Nach wochenlangen Experimenten und täglichem Pizza Konsum, kann ich nun ein Rezept für meine perfekte vegane Pizza präsentieren. Vorweg meine wichtigsten Erkenntnisse, welche den Unterschied machen (für die Perfektionisten und Feinschmecker).

Die wichtigsten Besonderheiten einer perfekten Pizza

Die erste große Herausforderung liegt im Pizzateig – knusprig dünn soll er sein, der Rand nicht zu teigig, sondern luftig. Damit dies gelingt, sollte für den Pizzateig ein spezielles Mehl verwendet werden (Typ00). Dieses hat einen außergewöhnlichen Mahlgrad und wenn man die italienische Variante verwendet, unterscheidet sich auch das verwendete Korn und damit der Glutengehalt von unserem Mehl in Deutschland.

Als nächstes die Tomatensoße. In Italien sagt man, dass nur San Marzano Tomaten für die Sauce verwendet werden sollten, um den originalen Pizzageschmack herstellen zu können. In Deutschland bekommt man diese Tomatensorte im italienischen Feinkostladen in der Dose. Der Geschmack ist besonders fruchtig und vollmundig. Zusätzlich ist es wichtig für die Herstellung der Tomatensauce Natron für den richtigen Säuregehalt zu verweden. In vielen anderen Rezepten wird zu diesem Zwecke Zucker verwendet, was zwar den gleichen Effekt hat zusätzlich aber den Geschmack der Sauce verändert.

Und da wir hier von veganer Pizza sprechen, ist es natürlich besonders wichtig, einen guten Mozarella Ersatz zu schaffen. Für mich hat sich dabei für Pizza die Käsevariante mit Stärke und Cashews als Basis bewährt. Richtig zubereitet kommt die Konsistenz wirklich nah an echten Mozarella heran und geschmacklich definitiv mit Suchtcharakter.

Der absolute Klassiker unter den Pizzen kommt übrigens ursprünglich aus Neapel und wird traditionell mit lediglich drei Zutaten belegt: Tomaten, Mozarella und Basilikum – in meiner Lieblingsvariante kommen als Belag lediglich Champignons hinzu. Diese ursprünglichste neapolitanische Pizza hat einen dicken Rand und auch der Boden ist dick und saftig. Eine Alternative zu der napolitanischen Pizza entstand in Rom. Diese römische Pizza hat einen sehr dünnen und knusprigen Teig und Rand. Diese römische Variante ist mein Favorit und daher wird der Teig hier im Rezept entsprechend zubereitet.

Nun, los geht’s:

Die perfekte vegane Pizza

  • Portionen: 4
  • Schwierigkeit: medium
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Vegane italienische Pizza mit veganem Mozarella

Der Pizza-Teig

  • 500g Mehl (Typ 00)
  • 12,5g frische Hefe
  • 250ml Wasser (100ml lauwarm, 150ml kalt)
  • 2TL Salz
  • 1TL Zucker
  • 2EL Olivenöl
  • Der Mozarella

  • 125g cashews
  • 20g Hefeflocken
  • 250ml Sojasahne
  • 250ml Wasser
  • 1 EL Misopaste
  • 3 EL Kososfett
  • 4EL Maisstärke
  • 2EL Essig
  • 2 EL Agar Agar
  • Die Tomatansauce

  • 1 Dose geschälte Tomaten (San Marzzano)
  • 1 EL Olivenöl
  • 1 EL Natron
  • Zum Belegen

  • 125g Champignons
  • 2-3 Tomaten
  • Etwas Oregano
  • Hilfreiche Küchengeräte

  • Pizzastein
  • Blender / Mixer

Anweisungen

Pizza-Teig

  1. Die Hefe mit dem Zucker und dem lauwarmen Wasser vermischen
  2. Aus dem Mehl einen „Vulkan“ formen und in den Krater die Hefe-Zucker-Wasser-Mischung geben
  3. Mit der Hand den Teig kneten und langsam das restliche Wasser dazugeben
  4. Wenn alles gut verrührt ist, den Teig für 30Min. abgedeckt ruhen lassen
  5. Das Salz und Olivenöl zu dem Teig geben und alles gut durchkneten
  6. Den Teig in 4 gleichgroße Kugeln teilen und abgedeckt für 24h ruhen lassen

Veganer Mozarella

  1. Cashews mit den Hefeflocken, der Hälfte des Wassers, der Misopaste und der Sojasahne in den Mixer geben und alles auf hoher Stufe pürieren
  2. Das Gemisch für 22h bei Zimmertemperatur reifen lassen
  3. Nach den 24h die Maisstärke und Essig zu dem Gemisch geben und gut verrühren
  4. Kokosfett in einem Topf bei mittlerer Hitze schmelzen
  5. Wasser mit dem Agar Agar dazugeben, aufkochen und für 3-5 Min. unter Rühren köcheln lassen
  6. Nun das Gemisch unter Rühren hinzugeben und so lange unter weiterem Rühen köcheln bis die Masse sehr zähflüssig ist
  7. Das Gemisch in eine mit etwas Olivenöl eingeriebenen Schüssel geben und für 2h in den Kühlschrank stellen
  8. Den Mozarella aus dem Kühlschrank nehmen und die Schüssel auf einem Teller umdrehen. Der Mozarella sollte sich von der Schüssel lösen (sonst einfach mit einem Löffel etwas nachhelfen) und kann dann wie gewöhnlicher Mozarella in Scheiben geschnitten werden

Die Tomatensauce

  1. Die geschälten Tomaten mit dem Olivenöl und den Natron vermischen und mit einem Stampfer zerdrücken

Der Belag

  1. Tomaten und Champignons waschen und in dünne Scheiben schneiden

Zubereitung

  1. Ofen auf 230°C vorheizen
  2. Den Teig mit einem Nudelholz ausrollen. Der Teig zieht sich anfangs relativ stark zusammen – hier hilft es den Teig für ein paar Minuten ruhen zu lassen und dann weiter auszurollen
  3. Die Tomatensauce mit einem Löffel gleichmäßig auf dem Teig verteilen
  4. Tomatenscheiben, Champignons und Mozarella-Scheiben nach Belieben auf der Pizza verteilen
  5. Die Pizza (auf einem Pizzastein) für ca. 10Min. fertig backen
  6. Zum Schluss etwas Oregano und frischen Basilikum auf die Pizza geben


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